Wenn man so als Fotograf & Filmer über 18 Jahre 103 audiovisuelle Medienlabore an den Schulen geplant und nach Ausbau betreut hat, gleichzeitig über 4000 Lehrkräfte aller Schularten an 3 Ganztagen in der Woche zu Gast in Foto- und Videokursen mit je 10 Teilnehmer*innen hatte, wundert einen nichts mehr. Die Kinder, Schüler und Erwachsenen sind überhaupt nicht mehr in Lage, den gesamten Multimedia-Müll zu begreifen, geschweige zu verstehen. Auch wichtige Informationen und Nachrichten werden so übergangen und nicht mehr verstanden. Der tägliche Informationsmüll an Text, Bild und Ton überfordert die Menschen, die nie gelernt haben, Wichtiges und Unwichtiges zu trennen oder selektieren. Da entsteht eine ernste Gefahr für die Demokratie, weil die audiovisuellen Analphabeten leicht zu manipulieren und beeinflussen sind.
Sie können nicht mehr zwischen realen Leben und der Multimediawelt unterscheiden und werden so zu Opfern der digitalen audiovisuellen Medientechnik. KI verblödet sie noch ganz. Die Zukunft sieht düster aus.
Da habe ich mich gefreut, als 1981 Herr Prof. Dr. Panepinto mir die Ernennung zum „Accademico dell’Arte Fotografico“ mitteilte. Der Grund waren die weltweiten Veröffentlichungen mit besonderen Schwerpunkt zur Umwelt.
Ab 1970 wurde so mein Archiv „Umweltfotografie“ ständig erweitert und ist mir noch heute wichtig. Da kann man gewaltige Veränderungen erkennen: Der Planet ändert sich!
Natürlich kann man hier nicht die unzähligen Veröffentlichungen auflisten, manchmal wurden die eigenen Fotografien nicht mehr erkannt, sehr viele wurden auch einfach ohne Urhebervermerk gedruckt. München wurde so auf der ganzen Welt vorgestellt, weil das Presseamt der Stadt die Redaktionen mit aktuellen Pressefotos und Texten dazu belieferte. Etwa 30 Tausend Unikate (Originale) aus der Zeit in der Stadtbildstelle und über 50 Tausend Unikate (Originale) für das Presseamt wurden so dem Stadtarchiv München kostenlos überlassen. Mein Beitrag zur Stadtgeschichte vor und nach der Olympiade 1972.